Yoga

Tag 18 zu Hause – Yoga Teil 2

Heute möchte ich Euch ein paar simple Yogaübungen aus der Hängematte zeigen. Ihr braucht dazu nur eine Hängematte und etwas Platz im Garten oder Hof mit zwei Begestigungsmöglichkeiten. Die Übungen setzten keine Vorkenntnisse an Dehnbarkeit und Gelenkigkeit voraus. Etwas Balance und Albernheit genügen. Ihr fühlt Euch nach einigen Minuten ohne Bodenkontakt frei und fröhlich wie ein Vogel.

Wir beginnen mit einem Gruß von der Sonne

Dann drehen wir uns in die Fledermaus

Drehen uns dann wieder auf den Rücken, strecken die Flossen aus der Hängematte in den Hai…

…mit dem nächsten Einatmen geht es mit einem Schwung in die Heuschrecke.

Zum Abschluss der Übungen entspannen wir in der Mumienhaltung….

…und verabschieden uns mit einen Ohhhmmm

Im nächsten Teil zeige ich Euch ein paar Übungen zwischen Bäumen mit etwas mehr Abstand, in einer Hängematte mit einer größeren Spannweite und Absturzhöhe.

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Bloggen allgemein

Tag 18 zu Hause – Namen Teil 2

Zwischenzeitlich habe ich auch Vorschläge für einen geänderten Namen für mich bekommen. Meine ehemalige Kollegin mit dem wunderschönen Namen aus 1001 Nacht schrieb mir aus Ihrer Geburtsstadt Berlin: „Übrigens fände ich Francesca Dorn überhaupt nicht unpassend, macht eher neugierig!“

Lisbeth hat mir als Anregung ein Foto einer Todesanzeige von „Parketta Schwanengel“ geb. 1930 geschickt. Ich kann nicht glauben, dass der Name echt ist. Das sind doch FakeNews! Als Name für eine Architektin ist das auch etwas überzogen. Er passt eher zur Tochter eines Fußbodenlegers. Die sächsisch-französische Variante Baguetta wäre charmanter gewesen. Aber im „Mustergau“ Thüringen waren damals eher deutsche Namen angesagt. Lisbeth hat dann noch gefragt, ob sich der Nachname Schwan-engel oder Schwanen-gel ausspricht. Gute Frage! Habe ich mich bei Herrn Riebarsch auch gefragt.

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Lessingstrasse, Mädelstreffen

Tag 18 zu Hause – Alt sein auf Probe

Zitat am Tag 4 zu Hause in unserem Mädels-Chat:

„Tja, das ist wahrscheinlich generell unser Problem, daß wir uns immer nur vollwertig fühlen, wenn wir nur genug zu tun haben. Ich bin ja eigentlich genauso gestrickt.“

Sorry, da muß ich mich ausschliessen. Ich konnte Arbeitslosigkeit immer gut genießen und habe die Zeit und Energie für wichtige Dinge genutzt, die auch Spaß machen. Wenn Langeweile aufkommt, stricke ich oder mach Hängematten-Yoga oder such mir ein Problem. Davon gibt es genug.

Chillen hab ich inzwischen auch gelernt. Das hat mir vor vielen Jahren mein Sohn beigebracht. An freien Sonntagen fragte ich oft, was er für den Tag plant. Meistens kam als Antwort, daß er noch keinen Plan hat, manchmal war er schon verplant. Eines Tages sagte er, daß er „chillen“ will. Ich habe mich schon auf ein Mexikanisches Essen gefreut, zu früh.

Sven Kuntze kam vor über 10 Jahren mit einem Kamerateam aus Köln zu uns in die Lessingstraße und hat drei Tage für seine Dokumentation „Alt sein auf Probe“gedreht und interviewt. Sehr sehenswert, er hat dafür auch den deutschen Fernsehpreis bekommen. Leider findet man die Doku nicht in der Mediathek. Ich habe eine DVD besorgt, die ich für private Zwecke an Interessenten verborgen darf.

Will das angesagte Kamerateam aus Köln nun „Alt sein auf Probe – Teil 2“ drehen? Ich mache grad gezwungenermaßen den Test, fühlt sich noch ganz gut an.

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Thüringen

Tag 17 zu Hause – Festival 2020

An meiner Magnettafel hängen einige Tickets für dieses Jahr. Habe mich auf 3 Konzerte im Mai im Köstritzer Spiegelzelt gefreut. Das Festival wurde schon länger abgesagt.

Teresa und U. und C. und M. aus Köln kommen seit vielen Jahren zum Rudolstadt-Festival. Auf dem Zeltplatz unter den Bäumen im Unterholz vereinen sich Weimaraner und Kölner und Kölnerinnen mit ihrem unterschiedlichen Humor im sogenannten „Dschungelcamp“. M. macht jeden Morgen Westkaffee C. holt DDR-Brötchen und die Süddeutsche.

Am 14.03. schreibt C. Köln: „“Keine Westkontakte!“-Greift in den neuen Bundesländern das bewährte Mittel zur Gefahrenabwehr?“

Ich weiß es nicht. Vergleiche mit der Geschichte finde ich schwierig. Wir hatten zu dem Zeitpunkt in Weimar 2 Infizierte, die aus Südtirol zurück kamen. Vielleicht ist kein Besuch aus dem Risikogebiet im Westen von Weimar für eine Weile besser. Aber wir schicken gerne ein Paket, wenn es an irgendetwas fehlen sollte. Die Kölner jammerten und wollten am liebsten gleich nach Thüringen kommen. Das geht bestimmt bald wieder, aber jetzt müssen sie noch ein paar Tage zu Hause bleiben und dann sehen wir uns gesund und munter in Rudolstadt.

Am 21.03. schreibt C. aus Köln: „Rudolstadt-Ticket Vvk vorerst eingestellt“

Mein Vorschlag: „Bitte nicht ausfallen lassen. Man könnte doch die Einreise regeln: nur für R2G, nachweislich ohne CDU-Vergangenheit, mit Ausnahmeregelung für wahre Christen, AFDP braucht garnicht erst anfragen, nach überstandener Grippe bzw. durch einen 14-tägigen Aufenthalt in einem Übergangslager in Saalfeld…..“

Das ist der aktuelle Stand:

Wir hoffen es auch weiter. Die Verleihung der RUTH an eines der spannendsten Weltmusikprojekte die es hierzulande gibt, würde uns ansonsten entgehen. Ein Karnevalsverein Humba e.V. aus Köln. Sind die Jeck, die vom Rudolstadt-Festival? Sie sagen Nein.

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Lessingstrasse, Thüringen

Tag 17 zu Hause – Neues aus der Lessingstrasse

Die „Lindenstrasse“ wird seit 29. März nicht fortgesetzt. Sie wurde in Köln produziert. Vor ein paar Tagen kam bei uns Einwohnern der Lessingstrasse eine Drehanfrage aus Köln. Ich habe erstmal Interesse an einer Zusammenarbeit gezeigt. C. aus Köln hat mich gewarnt, ich muß genau schauen, worauf ich mich einlasse. Das Konzept liegt derzeit zur Weiterbearbeitung beim MDR, sobald es mir vorliegt, werde ich mir eine Zweitmeinung im Mediensumpf Köln einholen. Bei den Dreharbeiten als Komparse beim Tatort und der Serie „Eine neue Zeit“ habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Ich bin zwar arbeitslos und werde mich nun auch nicht mit Jobs als Komparse über Wasser halten können, aber trotzdem werde ich nicht jedes Angebot annehmen.

Wie in der Lindenstrasse kommen auch in der Lessingstrasse die neuesten Nachrichten herein. Jeden Morgen darf ich mir bei meinen Nachbarn die TLZ aus dem Briefkasten fingern. Ich lese bei einem Kaffee die lokalen Nachrichten und bringe die Zeitung dann säuberlich gefaltet zurück.

Schon gestern gab es viele sehr gute Nachrichten für Thüringen und auch für unsere Freunde in Köln. Thüringen bereitet sich auf Sommerurlauber vor. Liebe Kölner Freunde, bucht bevor der große Ansturm der verhinderten Kreuzfahrttouristen, Abenteuerreisenden und Billigflugreisenden beginnt. Ich kann auch Reservierungen für mein Gästezimmer entgegen nehmen. „Mehrheit für Rot-Rot-Grün“ und „Meuthen-Idee spaltet AfD“ sind auch keine beunruhigenden Nachrichten.

Heute „Corona-Antikörpertest aus der Senova Weimar“ –

„www – Wir waschen weiter“ – der Reinigungsservice bleibt geöffnet, Nicole Bemmann ist optimistisch „Ist man gut, spricht es sich herum, ist man schlecht, noch mehr“ ja so ist das in Weimar.

„Ziemlich beste Geschwister“ von Sabrina Rebecca Heinke eine Bloggerin und Sachbuchautorin aus Thüringen ist erschienen, ein Ratgeber für alle Familien mit mehr als einen Kind. Werde ich gleich mal in der Eckermann-Buchhandlung bestellen und verschenken.

„“Traumschiff“ muss Dreh abbrechen“ – als Alternative war ein Low-Budget-Projekt im Gespräch, Dreharbeiten im Traumland Thüringen mit dem Arbeitstitel „Im Paddelboot die Ilm entlang“ – wurde aber abgelehnt.

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Bloggen allgemein

Tag 15 zu Hause – Namen

In meinen Texten erwähne ich Freunde mit Namen. Meistens sind es geänderte Namen. Ich frage vorher meine Freunde, was ihr Wunschname wäre. Eine Freundin wollte Liberta heißen, den Wunsch habe ich nicht erfüllt. Den hätte ich noch nicht einmal bei Stadt-Land-Fluss akzeptiert. Wer heißt so? Keine Frau in unserer Generation, keine Ostfrau. Nur eine der Frauen von Gustav Gründgens. Eine Freundin wollte Grüne Katze heißen. Das habe ich auch abgelehnt und gedroht, wenn sie sich keinen anderen Namen ausdenkt, nenne ich sie „Chantalle“. Sie ist bei Ihrem Namen geblieben. Manche habe ich nicht gefragt und einfach umbenannt. Bei dem Namen Frauke, denkt vielleicht manch einer an Frauke Petry, zu Recht.

Der Vater von Teresa ist Italiener, die Mutter Deutsche. Sie und ihre Geschwister sind in Italien geboren und haben alle schöne wohlklingende mehrsilbige italienische Namen. Die deutsche Mutter hat sich aber damals in den 60ern im NRW nicht getraut der deutschen Verwandtschaft die italienischen Namen zu nennen. Sie taufte ihren Sohn Giovanni, in Deutschland hieß er dann Ralf, den italienischen Nachnamen durfte er behalten. Die Mutter von Giovanni di Lorenzo hat das zum Glück nicht gemacht. Ute hat sich trotzdem in Ralf verliebt, hat aber erst kurz vor der Verlobung erfahren, daß Ralf eigentlich Giovanni heißt. Eine andere Schwester hat Ulf geheiratet. Der italienische Papa hat gesagt: „Ulf das ist doch kein Name, das ist ein Geräusch!“ Als der Papa gestorben ist, hat die in Deutschland lebende Familie die Traueranzeige aus der deutschen Zeitung an die Verwandten in Italien geschickt. Darunter wurden die Namen der Trauernden aufgezählt:

Loretta e Giuseppe, Anna, Enzo, Maria, Eduardo, Giancarlo, Francesco, Andrea, Aurora, Leonardo, Martina, Francesca, Enrico, Federico, Tomaso, Christina, Antonia, Riccarda, Emanuele, Rebecca sowie Ulf + Ute

Eine italienische Tante hat gefragt: Was bedeutet das eigentlich, wenn in Deutschland unter der Traueranzeige Ulf + Ute steht?

Meinen Namen werde ich vorerst behalten. Warum sollte ich auch einen Namen ablegen, den andere Frauen als kluge Kommissarinnen bekommen. Nora Tschirner als Kira Dorn und Anna Loos als Helen Dorn.

Eine Verwandte ist Schriftstellerin, sie hat ihren Namen geändert. Nein, Thea Dorn ist nicht meine Verwandte. Sie hat diesen Künstlernamen gewählt aus Verehrung von Theodor W. Adorno. Ich könnte meinen Vornamen ändern und einen schönen dreisilbigen italienischen Namen wählen. Giovanna oder Francesca gefällt mir, passt aber nicht zu meinem Nachnamen. Ein eingedeutschter Name wie Angela (sprich Anschela mit Betonung auf der ersten Silbe) wäre eine Idee. Aber der Name ist besetzt.

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Thüringen

Tag 15 zu Hause – Heute kein Aprilscherz

Vor zwei Wochen waren in Weimar alle Museen geschlossen, bei schönstem Wetter die Aussenplätze leer, keine Touristen in den Hotels. Ausser drei Touristen die fleissig fotografierten und vermutlich aus Asien zu Besuch waren, trug noch niemand einen Mundschutz. Es gab zu dem Zeitpunkt 2 Coronainfizierte die aus Südtirol sofort in Quarantäne gingen. Die ganze Situation war sehr surreal. Eine richtige Bedrohung nicht erkennbar.

Die Bilder im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sahen sehr bedrohlich aus. Erste Verschwörungstheorien machten die Runde und Fake News wurden entlarvt. Was ist hier los? Bin ich in einer Art Truman-Show? Oder ist Thüringen das grüne Herz Deutschlands ein Riesen-RTL-Dschungelcamp? Aus Köln kam tatsächlich ein Drehanfrage in der Lessingstrasse an. Jetzt bloss nicht den Verstand verlieren! Entspannt bleiben! Nicht provozieren lassen! Abstandsregeln einhalten! Ich will ins Finale.

Vielleicht ist alles auch nur ein großer Aprilscherz? Ich habe die TLZ gleich früh von meinen Nachbarn ausgeborgt und sie durchsucht. Leider keine Entwarnung im Gegenteil, die Regeln sollen verschärft werden. Jena und Nordhausen führen Mundschutz-Pflicht ein. Das und alle anderen Nachrichten sind in diesem Jahr erstmalig kein Aprilscherz.

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Bloggen allgemein, Weimar

Tag 14 zu Hause – Klopapier

Es gibt gute Nachrichten: Bei tegut gibt es wieder Klopapier. Nur eine Sorte, aber man muß auch mal improvisieren können.

Damit entstehen hoffentlich keine „lustigen“ Videos und Bilder mit Klopapier mehr und auch keine Bilder von leeren Regalen. Eventuell wird es noch Unwort des Jahres. Damit müsste das Thema, dann aber endgültig abgeschlossen sein. Daß Harald Martenstein „Der Mario Barth der Zeit“ über Klopapier eine alberne Kolumne schreibt, war ja klar. Morgen schreibt er bestimmt über Mundschutz. Ich hoffe, ich habe das Wort Klopapier bisher nicht verwendet, werde aber die Suchfunktion suchen und nochmal alle Beiträge checken.

Die Klopapierkrise begann vor 3 Wochen. Erste Meldungen über Hamsterkäufe von Klopapier und Spaghetti dominierten die Nachrichten. Ich überprüfte meine Bestände. Nur noch eine Rolle. Am Freitag, den 13. ging ich zu Edeka. Mit Entsetzen blickte ich in leere Regale, wo früher Klopapier und Haushaltstücher standen. Ich bekam Panik, ließ mir aber nichts anmerken. Ich schau nochmal zu tegut. Mit Erleichterung erblickte ich ein volles Regal, mir standen 5 verschiedene Sorten zur Auswahl. Mit einer 8er-Packung ging ich zur Kasse. Ein junges Paar eilte in den Einkaufsmarkt, griff nach 4 Großpackungen und kam nach mir an die Kasse. Vor der Tür begegnete ich Bekannten, die ich bisher noch nie bei tegut traf. Sie fragten mich, ob es noch Klopapier gibt. Die Frage konnte ich bejahen. Sie waren schon in 5 verschiedenen Einkaufsmärkten ohne Erfolg und freuten sich über die gute Nachricht, gingen aber zügig an mir vorbei.

Teresa aus Köln hat mir erzählt, daß ihre Schwester auch kein Klopapier mehr nachkaufen konnte und aus lauter Verzweiflung im Internet für einen horrenden Preis Klopapier bestellt hat. Ich höre grad im mdr, dass die Preise zum Teil bis über 80 Euro kletterten. Sie wollte nicht auf anderes Papier umsteigen und womöglich die Abflussrohre verstopfen. Das ist sehr rücksichtsvoll. In Kuba wird auch in Hotels nicht einmal Klopapier ins WC geworfen, es kommt in den Müll.

Liebe Freunde in Köln! Wenn es demnächst bei Euch an etwas mangelt, scheut Euch nicht, ruft an. Wir werden es Euch gern besorgen und ein Paket schicken. Es gab Zeiten da habt Ihr uns Überlebenspakete mit Mehl und Strumpfhosen geschickt.

So und ab jetzt schreibe ich nie wieder das Wort Klopapier.

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Weimar

Tag 14 zu Hause – Mundschutz

Als erste deutsche Stadt will Jena die Mundschutz-Pflicht.

Habe schon seit ein paar Tagen überlegt, ob ich einen Mundschutz kreiere. Das Gummiband habe ich vorrätig, Stoffreste auch. Habe Heidi, der Tochter meiner Nachbarin, auch angeboten, wenn Sie Langeweile hat, können wir zusammen einen Mundschutz nähen. Aber sie hat keine Zeit, spielt mit dem Ball auf der Strasse, fährt Einrad, übt am Klavier, kümmert sich um die Hasen nach den Schulaufgaben.

Meine ehemalige Lieblingskollegin aus Berlin hat mir Fotos von einer Bekannten geschickt, sie näht einen eher figurbetonenden bzw. gesichtformbetonenden Mundschutz .

Eine Maske kostet 12 € plus Umsatzsteuer plus 2 € Porto. Zu bestellen unter vandermeulen@mail.de Das ist ein Angebot für Leute in Berlin. Ich vermeide den Päckchenversand und suche in Weimar.

Gestern bei tegut habe ich die ersten Mitmenschen Ü60 mit OP-Mundschutz gesehen. Der junge Mann vor mir an der Kasse hat sich den Schal um den Mund gelegt und seine Freundin ungefähr im 6. Monat schwanger, hat sich ihr Tuch bis über die Nase gezogen. Ich muß mir schnellstmöglich einen Mundschutz besorgen. Vorerst habe ich mir auch mein Tuch von „kaseee“ einem meiner Lieblingslabel höher gezogen und mir von dem Kurzwarenstand neben mir noch ein Päckchen Schlauch Elastik-Band mitgenommen. Es ging nicht so richtig weiter, also hab ich mir auch noch 2,2 m Kraft-Elastik-Band mitgenommen.

Am Ausgang war ein Aushang mit einem Angebot für bunten selbst genähten Mundschutz.

Da hat jemand schnell eine Marktlücke entdeckt und reagiert. Der Preis ist nicht schlecht. Aber keines der Dessins sagt mir zu. Ich suche weiter.

Ich habe meine Lieblingsdesignerin Dagmar Winter in Weimar gefragt. Aber sie hat leider keine Zeit. Sie betreut ihren Sohn und ist die meiste Zeit mit ihm im Garten.

http://www.kaseee.com

Mein Lieblingslabel hat auch die Produktion für ein paar Tage auf Mund- und Gesichtsschutz umgestellt.

Das wird meine Aufgabe für heute: Ich besorge mir einen Mundschutz!

Den täglichen Spaziergang mit meiner Nachbarin haben wir heute durch die Innenstadt gelegt. Ich bin seit einer Woche zum ersten Mal wieder in die Innenstadt. Sie war auch schon lange nicht mehr. Das war damals vor zwei Wochen, an einem Samstag. Wir waren in Einkaufslaune, haben auch eine schwarze Hose für mich gefunden und nach dem Bezahlen, haben wir die Kaffeemaschine gesehen, die so einladend vor dem Umkleidebereich stand und zu fragen gewagt, ob wir uns einen Kaffee nehmen dürfen. Die Verkäuferin hat kategorisch verneint und uns erklärt, daß der nur für wartende Männer ist, nicht für kaufende Frauen und offensichtlich auch nicht für wartende Frauen. Ein unvergessliches Erlebnis.

Die Stadt war fast menschenleer. Habe Bekannte getroffen, sie standen zu viert im Karree, mit 2,5 m Kantenlänge. Ich bin vorbei gelaufen, hätte sonst die Geometrie gestört.

Zur Info für die Weimaraner: Die Brotklappe ist geöffnet, Biebereis (Hamster) macht Strassenverkauf, bei Moccarot entsteht neue Ware und wird ausgeliefert. Nur Kaseee war leider geschlossen. Habe immer noch keinen Mundschutz.

Im Moment erreicht mich eine schockierende Nachricht:

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Nora Tschirner, Tatort Weimar

Tag 14 zu Hause – Nora Tschirner

Heidi Klum steht unter Schock. Das große Hallenfinale von GNTM ist abgesagt. Verstehe, ich stand auch kurz unter Schock, als mir Chefchen letzte Woche die Kündigung überreicht hat. Die Fans wissen, dass sie mit Ihrer Tochter in der Wohnung tanzt und davon Videos veröffentlicht und auch viele die es nicht wissen wollen. Wenn ich einfach mal meine e-mails lesen will, erfahre ich am Rande was sie und Oliver Pocher machen.

Aber was macht Nora Tschirner? Steht sie auch unter Schock, weil Dreharbeiten abgesagt wurden? War ein Preview vom nächsten Weimar-Tatort im Deutschen Nationaltheater geplant und wurde abgesagt? Das wäre verständlicherweise sehr traurig. Vielleicht springt sie trotzdem mit ihrer Tochter auf dem Sofa rum in ihrer Berliner Wohnung am Prenzlauer Berg. Leider habe ich dazu kein Video im Netz gefunden. Nur ein Video von ihrem Einweihungsbesuch bei Stefan Raab im Studio mit dem fahrenden Schreibtisch. Wann war das? Nora Tschirner sieht aus wie heute. Aber Stefan Raab ist so schlank. Das muss ein sehr altes Video sein. Ach, die Show gibt es seit 2015 nicht mehr. Ist mir garnicht aufgefallen. Ich hab sie so lange nicht vermisst.

Aber vielleicht ist sie ja auch in Weimar geblieben, nach dem letzten Tatortdreh. In Weimar können Promis noch frei herum laufen. Zumindest Thomas Thieme kann unbelästigt im tegut bei mir um die Ecke einkaufen und einen kleinen Smalltalk an der Kasse machen, grüßt auch zurück, wenn ich grüße. Obwohl er mich nicht kennt. Aber ich kenne ihn. Was soll ich machen? Ich will ihn nicht belästigen, aber wenn er nicht mit Sonnenbrille und Mütze rumläuft und sich nicht unkenntlich macht und mich anschaut, dann grüße ich, wie alle Leute, die ich kenne. Vielleicht bin ich auch schon oft an ihm vorbei gelaufen ohne ihn zu erkennen und zu grüßen. Aber ich habe noch nie große kräftige Männer mit Sonnenbrille und Mütze in Weimar gesehen.

In Berlin lief ich auch manchmal im Frühling bei Sonne und kalten Wind mit Mütze und Sonnenbrille mit -2,5 Dioptrien rum. Auf meinem Heimweg vom Grossraumbüro nähe Savignyplatz in meine kleine Wohnung am Ostkreuz bin ich auch mal kurz ins KaDeWe. Die Sonnenbrille hab ich nicht abgesetzt, damit ich was sehe. Ich habe mich gewundert, wie viele Leute mich angesehen und heimlich fotografiert haben. Dachten sie ich wäre Angelina Jolie? Oder Maren Kroymann?

Nora Tschirner kann jetzt vielleicht auch in Berlin gut durch die Strasse laufen und alle, die sie mit Lena verwechseln müssen 2 m Abstand halten.

Als ich mich als Komparse für den Tatort gemeldet habe, wäre ich auch gerne auf die hochschwangere Kira Dorn zugegangen und hätte mich gern vorgestellt: „Hallo ich bin Christine Dorn aus der Lessingstrasse, könnte Ihre Mutter sein, bin ich aber nicht. Als Schwiegertochter würde ich sie mir auch wünschen, aber das ist ja leider zu spät. Wer ist denn der Glückliche?“ Das hätte sie mir natürlich nicht verraten, zu Recht. Nicht einmal die Bildzeitung konnte berichten, wer der Vater ist und hat nur vermutet, daß sie ein Kind erwartet. Also wir in Weimar, wussten das alle. Nora Tschirner ist doch mit ihrem Dackel und Babybauch durch die Stadt gelaufen. Jeder hat gesehen, daß sie nicht nur ein bisschen schwanger ist und niemand hat ein Paparazzifoto geschossen und an die Bildzeitung verkauft.

Wie ich ein Jahr später durch erfolgreiche Verhörtaktiken beim grossen Preview von „Die fette Hoppe“ im DNT herausgefunden habe, ob das Geheimnis der „Fetten Dorn“ nun ein Mädchen oder ein Junge ist, das wird eine andere Geschichte.

Und wie Nora Tschirner das Selfie mit mir gemacht hat, wird noch eine Geschichte.

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