Bloggen allgemein, Nora Tschirner

Tag 24 zu Hause – Zielgruppe

Gestern habe ich Jonas angerufen und ihn gefragt, ob er inzwischen eventuell mal dazu gekommen ist, sich meinen Blog anzusehen. Nein, er hat ihn nur mal überflogen. Er wäre ja auch nicht meine Zielgruppe. Aber ich bin eigentlich seine Zielgruppe, ich brauche Support beim Bloggen. Die bekomme ich dann auch bei ihm http://www.jonaspietsch.net

Wer ist eigentlich meine Zielgruppe? Ich habe kein Ziel. Habe einfach drauflos geschrieben frei nach dem Motto „Avanti dilletanti“. Meine Freundinnen vom Mädels-Chat schicken mir Lachsmileys, das ist doch schon mal ein Erfolg. Meine Nachbarin findet meine Geschichten und die Yogaübungen auch gut, ich solle mal ein Buch schreiben. Ja, die Idee hatte ich auch schon, aber es gibt doch schon so viele auch lustige Bücher von Andrea Sawatzki zum Beispiel. Über die Namensgeschichte am Tag 15 haben sich Teresa und ihre deutsch-italienischen Verwandten auch sehr amüsiert. Ein voller Erfolg wäre es für mich, wenn mir Giovanni di Lorenzo auch ein Lachsmiley oder Daumen-hoch schicken würde.

Den ersten Kommentar von einer Journalistin habe ich: „Der alte Sponti-Spruch kommt wieder in Mode: Das Private ist politisch. Ich folge Dir gern, schöne Schilderung vom Tatort-Dreh! Und eine wahrscheinlich typische Ostdeutschinnenen-Ansicht zu *&co. Liebe Grüße Angela“ (Tesch) Das motiviert mich sehr.

Ein Kompliment von Nora Tschirner wäre auch nicht schlecht, aber sie hat bestimmt keine Zeit, weil sie nun den ganzen Tag mit ihrer Tochter in der Wohnung rumtobt.

Meine Leserinnen sind also meist weiblich, ungefähr mein Jahrgang, so um die 60 Jahre alt, manche sind schon Oma und brauchen vielleicht noch ein Ostergeschenk…

http://www.matzundmurkel-shop.de

M. hat bis vor kurzem in Weimar gearbeitet, nun ist sie am Neckar zu Hause und im Mutterschutz, schreibt mir: „Du bist die erste bloggerin, die ich persönlich kenne, cool! und so ein bissel weimar-info für die ferne is eh gut“

Yeah, mein Blog wird im NRW und nun auch in Baden-Württemberg gelesen und sogar von jungen Frauen und werdenden Müttern.

Wer sind die zwei Chinesen?

Liest Donald Trump auch meinen Blog? Narzisstische machtgeile frauenverachtende Arschlöcher, sollten die meine Zielgruppe sein? Hallo Donald, chill mal! Ist doch jetzt mal egal wie das Haar sitzt. Deine Tolle sieht sowieso bescheuert aus. Schüttel Dein Haar und spring mal mit Deinem Sohn auf dem Sofa rum! Und sei lieb zu Melanie!

Ach, ich reg mich nicht auf. Er liest es ja sowieso nicht.

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Tag 18 zu Hause – Namen Teil 2

Zwischenzeitlich habe ich auch Vorschläge für einen geänderten Namen für mich bekommen. Meine ehemalige Kollegin mit dem wunderschönen Namen aus 1001 Nacht schrieb mir aus Ihrer Geburtsstadt Berlin: „Übrigens fände ich Francesca Dorn überhaupt nicht unpassend, macht eher neugierig!“

Lisbeth hat mir als Anregung ein Foto einer Todesanzeige von „Parketta Schwanengel“ geb. 1930 geschickt. Ich kann nicht glauben, dass der Name echt ist. Das sind doch FakeNews! Als Name für eine Architektin ist das auch etwas überzogen. Er passt eher zur Tochter eines Fußbodenlegers. Die sächsisch-französische Variante Baguetta wäre charmanter gewesen. Aber im „Mustergau“ Thüringen waren damals eher deutsche Namen angesagt. Lisbeth hat dann noch gefragt, ob sich der Nachname Schwan-engel oder Schwanen-gel ausspricht. Gute Frage! Habe ich mich bei Herrn Riebarsch auch gefragt.

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Tag 16 zu Hause – Dogma 20 20

Vor ungefähr 20 Jahren haben mich meine jungen Architektenkollegen auf Dogma 95 – Filme von Lars von Trier neugierig gemacht. Sie waren tatsächlich ungewöhnlich für mich. Filme mit gut ausgeleuchteten Bilder und passender Hintergrundmusik sind angenehmer. Mit dem Verbot von Spezialeffekten und dem Verzicht auf Waffengewalt oder Morde war ich durchaus einverstanden. Nur die wackelige Handkamera hat mich manchmal schwindelig gemacht. Lars von Trier ist von seinen Dogmen auch wieder abgewichen. In den letzten Tagen habe ich einige Male an sein Meisterwerk „Melancholia“ gedacht. Ich weiß nicht, wie viele Filmrollen er von Knut Elstermann bekam, ich hätte ihm 5 Filmrollen gegeben.

Mit meiner Nachbarin schaue ich jetzt abends manchmal einen Film. Die Filme werden bis zum 20.April diesen Jahres nach dem Dogma 20 20 ausgewählt. Dogma 95 wird teilweise übernommen und erweitert.

  1. Keine Waffengewalt oder Morde, keine psychische Gewalt, keine Schadenfreude, verbaler Schlagabtausch ist erlaubt
  2. Keine Spezialeffekte und Verfolgungsjagden
  3. Keine Schauspieler nach Schönheitsoperationen, vorwiegend lustige Schauspieler
  4. Keine Animationsfilme nach 20 Uhr
  5. Angenehme Hintergrundmusik
  6. Nur mit Happy End

Damit scheidet „Melancholia“ aus. Bisher haben wir „Die Reifeprüfung“ und „Gut gegen Nordwind“ mit Nora Tschirner in der Hauptrolle gesehen. Vielleicht sehen wir uns noch „Chocolat“, „Fabelhafte Welt der Amelie“, „Das Leben ist schön“ mit Roberto Benigni, den dänischen Film „In einer besseren Welt“ an.

Für diesen Blog gelten noch folgende Dogmen:

  1. Im Text werden nur selbst gemachte Fotos und Bilder verwendet
  2. Rechtschreib- und Kommafehler sind erlaubt
  3. Folgende Wörter sind nicht erlaubt, im Einzelfall dürfen sie im Text angewandt werden, wenn sie bereits in der Überschrift als Vorwarnung enthalten sind: Panik, Coronakrise, Coronatagebuch, Risikogruppe, Verschwörungstheorie, Nudeln, Klopapier
  4. Die Liste der unerlaubten Wörter ist jederzeit erweiterbar
  5. Das Wort „man“ ist zu vermeiden und auch nicht durch „frau“ zu ersetzen oder zu ergänzen.
  6. Das Gendersternchen wird abgelehnt „*innen“
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Tag 16 zu Hause – Bloggen – Avanti dilettanti

Seit 5 Tagen bin ich Bloggerin. Bisher habe ich nur Briefe geschrieben, auch mal Tagebuch in Zeiten, in denen ich viel erlebt habe. Ich erlebe immer viel und will dann auch viel erzählen. Oft bekomme ich dann den Tipp, ich solle doch mal ein Buch schreiben oder zum Friseur gehen. In meiner Verwandtschaft gibt es schon zwei Frauen, die Bücher schreiben. Ich schaffe es nicht, alle zu lesen. Ich weiß, wie schwer es ist, zuerst einen Verleger für sein Buch zu finden und dann auch noch Käufer. Bei Dieter Bohlen und Thomas Gottschalk klappt das offensichtlich ganz gut. Ich müsste mir mal von ihnen ein Buch kaufen, um herauszufinden, wie ein Bestseller geschrieben wird. Mach ich aber nicht!

Jetzt habe ich Zeit und könnte mein erstes Buch schreiben. Jonas könnte mir bei der Buchgestaltung helfen. Er ist in Berlin zu Hause und hat schon sehr schöne Bücher gestaltet und illustriert. Meine Idee jetzt ein schönes Buch über diese Zeit zu schreiben mit seinen Illustrationen, fand er nicht so gut. Er meint, daß jetzt garantiert alle Schriftsteller zu Hause sitzen und Tagebücher schreiben. Ich befürchte einige werden gleich zur Wiedereröffnung der Buchhandlungen topaktuell auf dem Bestsellertisch liegen. Manche werden erst in 30 Jahren erscheinen. Soeben habe ich in der TLZ gelesen, daß Fitzek schon ein neues Buch schreibt und die Buchgeschäfte in Thüringen bald wieder öffnen, da Bücher auch zur Grundversorgung gehören, so wie Tabakläden.

Vielleicht schreibt auch grad jemand ein Tagebuch, welches erst im Nachlass entdeckt wird. Dann wundern sich die Hinterbliebenen über die umfangreichen Schreibarbeiten und lesen es oder schmeißen es weg oder es gefällt ihnen und sie bieten es einem Verlag an und es wird ein Bestseller oder sie sind froh, daß es zu Lebzeiten nicht veröffentlicht wurde.

In einem Blog können Kommentare gleich direkt abgegeben werde. Die ersten Kommentare habe ich über andere Kanäle bekommen. Eine ehemalige Kollegin mit einem Namen wie aus 1001 Nacht schreibt mir aus ihrer Geburtsstadt Berlin, daß sie meinen Blog ganz lustig findet, ich aber noch an meiner Rechtschreibung arbeiten sollte. Ich gebe ihr nun meine Texte zur Korrektur. Wenn ich ihren Namen nennen darf, erwähne ich sie auch in einer Danksagung.

Ich hätte auch gerne Likes und Follower. Lisbeth habe ich eine Führung über den Pücklerschlag versprochen, wenn sie meine erste Likerin wird. Sie hat mir geschrieben, daß sie meine Kolumne liest, mit Daumen hoch. Das Gedöns mit dem Liken und Kommentar ist ihr aber zu viel. Jetzt schon mal Dankeschön. Sie kommt in meine Danksagung, Sibylle, Teresa, Katja und Angela auch.

Mein Blog wird auch weltweit gelesen, sogar in Indien. Das kann ich auf einer Weltkarte in den Statistiken sehen. Es ist meine Nachbarstochter. Sie ist in Indien gestrandet, hat dort viel Zeit und eine gute Internetverbindung. Heiko Maas hat ihr für heute endlich einen Rückflug organisiert. Sie hat bestimmt viel zu erzählen, wenn sie zurück ist.

Bisher habe ich einen Follower, ich kenne ihn nicht. Ist er Schriftsteller?

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Tag 15 zu Hause – Namen

In meinen Texten erwähne ich Freunde mit Namen. Meistens sind es geänderte Namen. Ich frage vorher meine Freunde, was ihr Wunschname wäre. Eine Freundin wollte Liberta heißen, den Wunsch habe ich nicht erfüllt. Den hätte ich noch nicht einmal bei Stadt-Land-Fluss akzeptiert. Wer heißt so? Keine Frau in unserer Generation, keine Ostfrau. Nur eine der Frauen von Gustav Gründgens. Eine Freundin wollte Grüne Katze heißen. Das habe ich auch abgelehnt und gedroht, wenn sie sich keinen anderen Namen ausdenkt, nenne ich sie „Chantalle“. Sie ist bei Ihrem Namen geblieben. Manche habe ich nicht gefragt und einfach umbenannt. Bei dem Namen Frauke, denkt vielleicht manch einer an Frauke Petry, zu Recht.

Der Vater von Teresa ist Italiener, die Mutter Deutsche. Sie und ihre Geschwister sind in Italien geboren und haben alle schöne wohlklingende mehrsilbige italienische Namen. Die deutsche Mutter hat sich aber damals in den 60ern im NRW nicht getraut der deutschen Verwandtschaft die italienischen Namen zu nennen. Sie taufte ihren Sohn Giovanni, in Deutschland hieß er dann Ralf, den italienischen Nachnamen durfte er behalten. Die Mutter von Giovanni di Lorenzo hat das zum Glück nicht gemacht. Ute hat sich trotzdem in Ralf verliebt, hat aber erst kurz vor der Verlobung erfahren, daß Ralf eigentlich Giovanni heißt. Eine andere Schwester hat Ulf geheiratet. Der italienische Papa hat gesagt: „Ulf das ist doch kein Name, das ist ein Geräusch!“ Als der Papa gestorben ist, hat die in Deutschland lebende Familie die Traueranzeige aus der deutschen Zeitung an die Verwandten in Italien geschickt. Darunter wurden die Namen der Trauernden aufgezählt:

Loretta e Giuseppe, Anna, Enzo, Maria, Eduardo, Giancarlo, Francesco, Andrea, Aurora, Leonardo, Martina, Francesca, Enrico, Federico, Tomaso, Christina, Antonia, Riccarda, Emanuele, Rebecca sowie Ulf + Ute

Eine italienische Tante hat gefragt: Was bedeutet das eigentlich, wenn in Deutschland unter der Traueranzeige Ulf + Ute steht?

Meinen Namen werde ich vorerst behalten. Warum sollte ich auch einen Namen ablegen, den andere Frauen als kluge Kommissarinnen bekommen. Nora Tschirner als Kira Dorn und Anna Loos als Helen Dorn.

Eine Verwandte ist Schriftstellerin, sie hat ihren Namen geändert. Nein, Thea Dorn ist nicht meine Verwandte. Sie hat diesen Künstlernamen gewählt aus Verehrung von Theodor W. Adorno. Ich könnte meinen Vornamen ändern und einen schönen dreisilbigen italienischen Namen wählen. Giovanna oder Francesca gefällt mir, passt aber nicht zu meinem Nachnamen. Ein eingedeutschter Name wie Angela (sprich Anschela mit Betonung auf der ersten Silbe) wäre eine Idee. Aber der Name ist besetzt.

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Tag 14 zu Hause – Klopapier

Es gibt gute Nachrichten: Bei tegut gibt es wieder Klopapier. Nur eine Sorte, aber man muß auch mal improvisieren können.

Damit entstehen hoffentlich keine „lustigen“ Videos und Bilder mit Klopapier mehr und auch keine Bilder von leeren Regalen. Eventuell wird es noch Unwort des Jahres. Damit müsste das Thema, dann aber endgültig abgeschlossen sein. Daß Harald Martenstein „Der Mario Barth der Zeit“ über Klopapier eine alberne Kolumne schreibt, war ja klar. Morgen schreibt er bestimmt über Mundschutz. Ich hoffe, ich habe das Wort Klopapier bisher nicht verwendet, werde aber die Suchfunktion suchen und nochmal alle Beiträge checken.

Die Klopapierkrise begann vor 3 Wochen. Erste Meldungen über Hamsterkäufe von Klopapier und Spaghetti dominierten die Nachrichten. Ich überprüfte meine Bestände. Nur noch eine Rolle. Am Freitag, den 13. ging ich zu Edeka. Mit Entsetzen blickte ich in leere Regale, wo früher Klopapier und Haushaltstücher standen. Ich bekam Panik, ließ mir aber nichts anmerken. Ich schau nochmal zu tegut. Mit Erleichterung erblickte ich ein volles Regal, mir standen 5 verschiedene Sorten zur Auswahl. Mit einer 8er-Packung ging ich zur Kasse. Ein junges Paar eilte in den Einkaufsmarkt, griff nach 4 Großpackungen und kam nach mir an die Kasse. Vor der Tür begegnete ich Bekannten, die ich bisher noch nie bei tegut traf. Sie fragten mich, ob es noch Klopapier gibt. Die Frage konnte ich bejahen. Sie waren schon in 5 verschiedenen Einkaufsmärkten ohne Erfolg und freuten sich über die gute Nachricht, gingen aber zügig an mir vorbei.

Teresa aus Köln hat mir erzählt, daß ihre Schwester auch kein Klopapier mehr nachkaufen konnte und aus lauter Verzweiflung im Internet für einen horrenden Preis Klopapier bestellt hat. Ich höre grad im mdr, dass die Preise zum Teil bis über 80 Euro kletterten. Sie wollte nicht auf anderes Papier umsteigen und womöglich die Abflussrohre verstopfen. Das ist sehr rücksichtsvoll. In Kuba wird auch in Hotels nicht einmal Klopapier ins WC geworfen, es kommt in den Müll.

Liebe Freunde in Köln! Wenn es demnächst bei Euch an etwas mangelt, scheut Euch nicht, ruft an. Wir werden es Euch gern besorgen und ein Paket schicken. Es gab Zeiten da habt Ihr uns Überlebenspakete mit Mehl und Strumpfhosen geschickt.

So und ab jetzt schreibe ich nie wieder das Wort Klopapier.

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Bloggen allgemein

Tag 6 zu Hause – Richtig gendern

In einer Grünen Chat-Gruppe:

8:55 Mann 1:“Moin zusammen, viele von uns haben ja jetzt etwas mehr Zeit als früher und in der Landwirtschaft fehlen Hilfskräfte. Hmmm, klingt nach einem perfect match. Auf dieser Seite könnt Ihr Euch als (bezahlte) Aushilfe in der Landwirtschaft „bewerben“ und der Seitenbetreiber sucht dann nach einem Landwirtschaftsbetrieb, wo Ihr Euch nützlich machen könnt. www.land-arbeit.com Die Spargelbauern in Herbsleben und Kutzleben (Thür.) können bestimmt Hilfe gebrauchen…

9:12 Frau 1 50 GF „Und Spargelbäuerinnen“

9:17 Ich: „…und Seitenbetreiberinnen“ 😉

9:26 Mann 1: „Es ist wirklich nur ein Seitenbetreiber“ – Zwinkersmiley

9:33 Ich-Frau 2: „Okay, in einer Krise kann von mir aus auch auf das –innen verzichtet werden.“

9:34 Mann 2: „Aber nicht auf das *innen!“

Dazu ein Link auf die Seite www.maennersache.de

Überschrift: Corona-Krise: Frauen tragen die Hauptlast

9:38 Ich: „Doch! Das nützt den Frauen jetzt auch nix und mir als Frau ist es zu kompliziert, wie Du bereits gemerkt hast.“ – Zwinkersmiley

9:40 Frau 2: „ „mir als Frau“ finde ich in diesem Zusammenhang eine schwierige Aussage. Ich habe auch mal so gedacht, habe dann aus Rücksicht auf die, denen es wichtig ist, angefangen zu gendern und bin seitdem überzeugt. Denn mir als Feministin ist es wichtig.“

9.41 Mann 1: „Ähm, Leute, es ist in diesem Fall wirklich ein SeitenbetreinER !“ – Smiley mit Stirnschweiss

9:47 Frau 2: „Ich folge der Argumentation nicht, dass Sprache in Krisenzeiten irrelevant ist.“

Ich bekomme Stirnschweiss.

10:01 Ich: „Bin dann mal raus aus der Diskussion…Ich fange gleich meine bildschirmfreie Zeit an. Werde das Kind einer alleinerziehenden Krankenschwester betreuen und die Tochter einer kinderreichen alleinerziehenden Lehrerin, mit ihnen Essen machen, ein Gemüsebeet anlegen, in den Wald gehen…“

Bekomme Zustimmung, Applaus

Ich kann mich nicht an *innen gewöhnen. Ich finde es dämlich. Warum werden mit „dämlich“ eigentlich negative und mit „herrlich“ positive Dinge beschrieben?

Bin ich keine Feministin, wenn es mir egal ist, ob ich mit *innen angesprochen werde? Ich finde es richtig und gut, dass die Grünen paritätisch arbeiten und eine Doppelspitze haben. In meinem Blog werde ich jedoch das *innen nicht anwenden. Ich werde auch das Wörtchen „man“ vermeiden. Ist das richtiges Gendern?

Ich stelle grad fest, dass ich mich wieder in eine Männerdomäne begeben habe. Es gibt ca. 80% Blogger und 20% Bloggerinnen.

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