Yoga

Tag 18 zu Hause – Yoga Teil 2

Heute möchte ich Euch ein paar simple Yogaübungen aus der Hängematte zeigen. Ihr braucht dazu nur eine Hängematte und etwas Platz im Garten oder Hof mit zwei Begestigungsmöglichkeiten. Die Übungen setzten keine Vorkenntnisse an Dehnbarkeit und Gelenkigkeit voraus. Etwas Balance und Albernheit genügen. Ihr fühlt Euch nach einigen Minuten ohne Bodenkontakt frei und fröhlich wie ein Vogel.

Wir beginnen mit einem Gruß von der Sonne

Dann drehen wir uns in die Fledermaus

Drehen uns dann wieder auf den Rücken, strecken die Flossen aus der Hängematte in den Hai…

…mit dem nächsten Einatmen geht es mit einem Schwung in die Heuschrecke.

Zum Abschluss der Übungen entspannen wir in der Mumienhaltung….

…und verabschieden uns mit einen Ohhhmmm

Im nächsten Teil zeige ich Euch ein paar Übungen zwischen Bäumen mit etwas mehr Abstand, in einer Hängematte mit einer größeren Spannweite und Absturzhöhe.

Standard
Bloggen allgemein

Tag 18 zu Hause – Namen Teil 2

Zwischenzeitlich habe ich auch Vorschläge für einen geänderten Namen für mich bekommen. Meine ehemalige Kollegin mit dem wunderschönen Namen aus 1001 Nacht schrieb mir aus Ihrer Geburtsstadt Berlin: „Übrigens fände ich Francesca Dorn überhaupt nicht unpassend, macht eher neugierig!“

Lisbeth hat mir als Anregung ein Foto einer Todesanzeige von „Parketta Schwanengel“ geb. 1930 geschickt. Ich kann nicht glauben, dass der Name echt ist. Das sind doch FakeNews! Als Name für eine Architektin ist das auch etwas überzogen. Er passt eher zur Tochter eines Fußbodenlegers. Die sächsisch-französische Variante Baguetta wäre charmanter gewesen. Aber im „Mustergau“ Thüringen waren damals eher deutsche Namen angesagt. Lisbeth hat dann noch gefragt, ob sich der Nachname Schwan-engel oder Schwanen-gel ausspricht. Gute Frage! Habe ich mich bei Herrn Riebarsch auch gefragt.

Standard
Lessingstrasse, Mädelstreffen

Tag 18 zu Hause – Alt sein auf Probe

Zitat am Tag 4 zu Hause in unserem Mädels-Chat:

„Tja, das ist wahrscheinlich generell unser Problem, daß wir uns immer nur vollwertig fühlen, wenn wir nur genug zu tun haben. Ich bin ja eigentlich genauso gestrickt.“

Sorry, da muß ich mich ausschliessen. Ich konnte Arbeitslosigkeit immer gut genießen und habe die Zeit und Energie für wichtige Dinge genutzt, die auch Spaß machen. Wenn Langeweile aufkommt, stricke ich oder mach Hängematten-Yoga oder such mir ein Problem. Davon gibt es genug.

Chillen hab ich inzwischen auch gelernt. Das hat mir vor vielen Jahren mein Sohn beigebracht. An freien Sonntagen fragte ich oft, was er für den Tag plant. Meistens kam als Antwort, daß er noch keinen Plan hat, manchmal war er schon verplant. Eines Tages sagte er, daß er „chillen“ will. Ich habe mich schon auf ein Mexikanisches Essen gefreut, zu früh.

Sven Kuntze kam vor über 10 Jahren mit einem Kamerateam aus Köln zu uns in die Lessingstraße und hat drei Tage für seine Dokumentation „Alt sein auf Probe“gedreht und interviewt. Sehr sehenswert, er hat dafür auch den deutschen Fernsehpreis bekommen. Leider findet man die Doku nicht in der Mediathek. Ich habe eine DVD besorgt, die ich für private Zwecke an Interessenten verborgen darf.

Will das angesagte Kamerateam aus Köln nun „Alt sein auf Probe – Teil 2“ drehen? Ich mache grad gezwungenermaßen den Test, fühlt sich noch ganz gut an.

Standard
Thüringen

Tag 17 zu Hause – Festival 2020

An meiner Magnettafel hängen einige Tickets für dieses Jahr. Habe mich auf 3 Konzerte im Mai im Köstritzer Spiegelzelt gefreut. Das Festival wurde schon länger abgesagt.

Teresa und U. und C. und M. aus Köln kommen seit vielen Jahren zum Rudolstadt-Festival. Auf dem Zeltplatz unter den Bäumen im Unterholz vereinen sich Weimaraner und Kölner und Kölnerinnen mit ihrem unterschiedlichen Humor im sogenannten „Dschungelcamp“. M. macht jeden Morgen Westkaffee C. holt DDR-Brötchen und die Süddeutsche.

Am 14.03. schreibt C. Köln: „“Keine Westkontakte!“-Greift in den neuen Bundesländern das bewährte Mittel zur Gefahrenabwehr?“

Ich weiß es nicht. Vergleiche mit der Geschichte finde ich schwierig. Wir hatten zu dem Zeitpunkt in Weimar 2 Infizierte, die aus Südtirol zurück kamen. Vielleicht ist kein Besuch aus dem Risikogebiet im Westen von Weimar für eine Weile besser. Aber wir schicken gerne ein Paket, wenn es an irgendetwas fehlen sollte. Die Kölner jammerten und wollten am liebsten gleich nach Thüringen kommen. Das geht bestimmt bald wieder, aber jetzt müssen sie noch ein paar Tage zu Hause bleiben und dann sehen wir uns gesund und munter in Rudolstadt.

Am 21.03. schreibt C. aus Köln: „Rudolstadt-Ticket Vvk vorerst eingestellt“

Mein Vorschlag: „Bitte nicht ausfallen lassen. Man könnte doch die Einreise regeln: nur für R2G, nachweislich ohne CDU-Vergangenheit, mit Ausnahmeregelung für wahre Christen, AFDP braucht garnicht erst anfragen, nach überstandener Grippe bzw. durch einen 14-tägigen Aufenthalt in einem Übergangslager in Saalfeld…..“

Das ist der aktuelle Stand:

Wir hoffen es auch weiter. Die Verleihung der RUTH an eines der spannendsten Weltmusikprojekte die es hierzulande gibt, würde uns ansonsten entgehen. Ein Karnevalsverein Humba e.V. aus Köln. Sind die Jeck, die vom Rudolstadt-Festival? Sie sagen Nein.

Standard
Lessingstrasse, Thüringen

Tag 17 zu Hause – Neues aus der Lessingstrasse

Die „Lindenstrasse“ wird seit 29. März nicht fortgesetzt. Sie wurde in Köln produziert. Vor ein paar Tagen kam bei uns Einwohnern der Lessingstrasse eine Drehanfrage aus Köln. Ich habe erstmal Interesse an einer Zusammenarbeit gezeigt. C. aus Köln hat mich gewarnt, ich muß genau schauen, worauf ich mich einlasse. Das Konzept liegt derzeit zur Weiterbearbeitung beim MDR, sobald es mir vorliegt, werde ich mir eine Zweitmeinung im Mediensumpf Köln einholen. Bei den Dreharbeiten als Komparse beim Tatort und der Serie „Eine neue Zeit“ habe ich nur gute Erfahrungen gemacht. Ich bin zwar arbeitslos und werde mich nun auch nicht mit Jobs als Komparse über Wasser halten können, aber trotzdem werde ich nicht jedes Angebot annehmen.

Wie in der Lindenstrasse kommen auch in der Lessingstrasse die neuesten Nachrichten herein. Jeden Morgen darf ich mir bei meinen Nachbarn die TLZ aus dem Briefkasten fingern. Ich lese bei einem Kaffee die lokalen Nachrichten und bringe die Zeitung dann säuberlich gefaltet zurück.

Schon gestern gab es viele sehr gute Nachrichten für Thüringen und auch für unsere Freunde in Köln. Thüringen bereitet sich auf Sommerurlauber vor. Liebe Kölner Freunde, bucht bevor der große Ansturm der verhinderten Kreuzfahrttouristen, Abenteuerreisenden und Billigflugreisenden beginnt. Ich kann auch Reservierungen für mein Gästezimmer entgegen nehmen. „Mehrheit für Rot-Rot-Grün“ und „Meuthen-Idee spaltet AfD“ sind auch keine beunruhigenden Nachrichten.

Heute „Corona-Antikörpertest aus der Senova Weimar“ –

„www – Wir waschen weiter“ – der Reinigungsservice bleibt geöffnet, Nicole Bemmann ist optimistisch „Ist man gut, spricht es sich herum, ist man schlecht, noch mehr“ ja so ist das in Weimar.

„Ziemlich beste Geschwister“ von Sabrina Rebecca Heinke eine Bloggerin und Sachbuchautorin aus Thüringen ist erschienen, ein Ratgeber für alle Familien mit mehr als einen Kind. Werde ich gleich mal in der Eckermann-Buchhandlung bestellen und verschenken.

„“Traumschiff“ muss Dreh abbrechen“ – als Alternative war ein Low-Budget-Projekt im Gespräch, Dreharbeiten im Traumland Thüringen mit dem Arbeitstitel „Im Paddelboot die Ilm entlang“ – wurde aber abgelehnt.

Standard
Bloggen allgemein

Tag 15 zu Hause – Namen

In meinen Texten erwähne ich Freunde mit Namen. Meistens sind es geänderte Namen. Ich frage vorher meine Freunde, was ihr Wunschname wäre. Eine Freundin wollte Liberta heißen, den Wunsch habe ich nicht erfüllt. Den hätte ich noch nicht einmal bei Stadt-Land-Fluss akzeptiert. Wer heißt so? Keine Frau in unserer Generation, keine Ostfrau. Nur eine der Frauen von Gustav Gründgens. Eine Freundin wollte Grüne Katze heißen. Das habe ich auch abgelehnt und gedroht, wenn sie sich keinen anderen Namen ausdenkt, nenne ich sie „Chantalle“. Sie ist bei Ihrem Namen geblieben. Manche habe ich nicht gefragt und einfach umbenannt. Bei dem Namen Frauke, denkt vielleicht manch einer an Frauke Petry, zu Recht.

Der Vater von Teresa ist Italiener, die Mutter Deutsche. Sie und ihre Geschwister sind in Italien geboren und haben alle schöne wohlklingende mehrsilbige italienische Namen. Die deutsche Mutter hat sich aber damals in den 60ern im NRW nicht getraut der deutschen Verwandtschaft die italienischen Namen zu nennen. Sie taufte ihren Sohn Giovanni, in Deutschland hieß er dann Ralf, den italienischen Nachnamen durfte er behalten. Die Mutter von Giovanni di Lorenzo hat das zum Glück nicht gemacht. Ute hat sich trotzdem in Ralf verliebt, hat aber erst kurz vor der Verlobung erfahren, daß Ralf eigentlich Giovanni heißt. Eine andere Schwester hat Ulf geheiratet. Der italienische Papa hat gesagt: „Ulf das ist doch kein Name, das ist ein Geräusch!“ Als der Papa gestorben ist, hat die in Deutschland lebende Familie die Traueranzeige aus der deutschen Zeitung an die Verwandten in Italien geschickt. Darunter wurden die Namen der Trauernden aufgezählt:

Loretta e Giuseppe, Anna, Enzo, Maria, Eduardo, Giancarlo, Francesco, Andrea, Aurora, Leonardo, Martina, Francesca, Enrico, Federico, Tomaso, Christina, Antonia, Riccarda, Emanuele, Rebecca sowie Ulf + Ute

Eine italienische Tante hat gefragt: Was bedeutet das eigentlich, wenn in Deutschland unter der Traueranzeige Ulf + Ute steht?

Meinen Namen werde ich vorerst behalten. Warum sollte ich auch einen Namen ablegen, den andere Frauen als kluge Kommissarinnen bekommen. Nora Tschirner als Kira Dorn und Anna Loos als Helen Dorn.

Eine Verwandte ist Schriftstellerin, sie hat ihren Namen geändert. Nein, Thea Dorn ist nicht meine Verwandte. Sie hat diesen Künstlernamen gewählt aus Verehrung von Theodor W. Adorno. Ich könnte meinen Vornamen ändern und einen schönen dreisilbigen italienischen Namen wählen. Giovanna oder Francesca gefällt mir, passt aber nicht zu meinem Nachnamen. Ein eingedeutschter Name wie Angela (sprich Anschela mit Betonung auf der ersten Silbe) wäre eine Idee. Aber der Name ist besetzt.

Standard
Thüringen

Tag 15 zu Hause – Heute kein Aprilscherz

Vor zwei Wochen waren in Weimar alle Museen geschlossen, bei schönstem Wetter die Aussenplätze leer, keine Touristen in den Hotels. Ausser drei Touristen die fleissig fotografierten und vermutlich aus Asien zu Besuch waren, trug noch niemand einen Mundschutz. Es gab zu dem Zeitpunkt 2 Coronainfizierte die aus Südtirol sofort in Quarantäne gingen. Die ganze Situation war sehr surreal. Eine richtige Bedrohung nicht erkennbar.

Die Bilder im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sahen sehr bedrohlich aus. Erste Verschwörungstheorien machten die Runde und Fake News wurden entlarvt. Was ist hier los? Bin ich in einer Art Truman-Show? Oder ist Thüringen das grüne Herz Deutschlands ein Riesen-RTL-Dschungelcamp? Aus Köln kam tatsächlich ein Drehanfrage in der Lessingstrasse an. Jetzt bloss nicht den Verstand verlieren! Entspannt bleiben! Nicht provozieren lassen! Abstandsregeln einhalten! Ich will ins Finale.

Vielleicht ist alles auch nur ein großer Aprilscherz? Ich habe die TLZ gleich früh von meinen Nachbarn ausgeborgt und sie durchsucht. Leider keine Entwarnung im Gegenteil, die Regeln sollen verschärft werden. Jena und Nordhausen führen Mundschutz-Pflicht ein. Das und alle anderen Nachrichten sind in diesem Jahr erstmalig kein Aprilscherz.

Standard