Deutschland

Thüringer auf den Sachsensteinen

Im Elbsandsteingebirge kann man auf seinen Expeditionen versteckt unter großen Felsplatten noch junge Felsen entdecken.

Manche sind schon zu großen mächtigen Felsgruppen gewachsen.

In der Dunkelheit und etwas abgeschieden leben alte vermooste Felsen. Junge Bäume saugen ihnen die letzte Lebenskraft aus.

Davon haben sich jedoch einige wieder separiert oder wurden von der Gruppe ausgestoßen. Vielleicht haben sie auch schon ihr ganzes Leben als Single verbracht. Man weiß es nicht, sie reden ja nicht drüber.

Von den Menschen insbesondere den Sachsen, werden sie jedoch am meisten geliebt und bestiegen. Teilweise wurden Leitern angebracht, damit sie auch von Thüringern gestreichelt werden können.

Auf dem Sachsenstein kann das erste Plateau über diese hohe Leiter erreicht werden.

Wer bis dahin schwindelfrei und ohne Panik gekommen ist, schafft auch den Umstieg auf die nächsten kurzen Leiterabschnitte.

Bei Gegenverkehr lässt es sich auf einem Zwischenpodest verweilen. Wenn grad Familien mit ganz kleinen Kindern runterklettern, müssen sich unter Umständen auch Menschen gemeinsam die Zeit vertreiben, die nicht zum gleichen Hausstand gehören, sieht ja keiner.

Es ist ratsam, nicht nach unten zu schauen und Kinder gut festzuhalten.

Immer schön festhalten, ausharren und nach oben schauen. Die schlechte Nachricht: Es wird oben noch enger. Aber die gute Nachricht: bestehende Abstände bleiben erhalten, so schnell schieben sich die Felsen nicht auseinander oder zusammen.

Irgendwann ist die nächste Leiter frei. Falls der Vordermann oder die Vorderfrau nicht so leicht durch die Öffnung kommt, sollten die davor steigenden etwas ziehen, damit sie gut durchflutschen. Von unten schieben, geht ganz schlecht.

Yippie, wir sind alle alleine durchgekommen. Schnell ein Gipfelfoto und dann wieder runter. Die nächsten kommen schon. So viel Platz ist nicht auf dem Felsplateau.

Das Absteigen ist bekanntlich immer schwieriger, aber es gibt kein zurück. Fliegen wäre schöner, aber wenn man es nicht gelernt hat, ist das keine Option.

Glücklich und zufrieden wanderten wir weiter. An der nächsten Gasstätte werden wir bereits erwartet. Das Essen war vorbestellt. Die sehr nette Tschechin brauchte nur noch die Getränkebestellung aufnehmen. Sprachverständigung war schwierig, das lag an der Maske. Der charmante Akzent kam trotzdem durch.

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